Freitag, 16. Oktober 2015

Der Kaffeeapparat streikt...

Das wichtigste am frühen Morgen ist,


Na?

Ja, genau, wie bei vielen, so auch bei mir der Kaffee.

Nur ist das so lange toll bis der Kaffee ziemlich dünn schmeckt, und der Kaffeevollautomat 3 bis 4 Anläufe benötigt um eine Tasse von dem schwarzen Lebenselexir in die Tasse zu befördern.

Nach 3 Tassen schwarzen Gesöffs mal auf Fehlersuche gegangen.
Der Umstand, morgens ersteinmal Glücksspiel zu betreiben und wie ein spielsüchter am Automaten an den Knöpfen rum zu drücken muss beendet weden.

Tja, Schade eigentlich...

Dass der Boiler langsam sein ableben in form von kleinen Aluminiumflocken beim entkalken ankündigt war mir ja bewusst, aber dass jetzt zusätzlich auch das Mahlwerk aufgibt, macht die Sache unwirtschaftlich.

Jetzt ist es Offiziell, dass dieses, bisher zuverlässige Meisterwerk Italienischer Kaffeezubereitungstechnik, hergestellt von einer Firma in Amsterdam mich verlassen wird.
Ja, auch eine Saeco hat ein Lebensende, und das ist bei der Odea nun nach vielen Feiern und 6 Jahre Alltagsbetrieb erreicht.

Aber durch was ersetzen?

Kurz in den Gelbeutel gelinst, hmmm, schade, ein neues Gerät wirds wohl nicht werden. Warum auch?

Die üblichen Angebotsplatformen abgegrast und festgestellt, dass die Leute einen Schlag haben.
Für gebrauchte, in die Jahre gekommene und teilweise auch defekte Geräte der unteren Anschaffungspreisklasse werden Preise aufgerufen die, wie man meinen könnte, das Eigengewicht des Klapperatismus in Gold bedeuten sollen.

Nix! Das geht auch anders!!!

Kaputt kann ich vom Schrott auch haben. Ohne zu bezahlen!
Und Tadaaaa, Da ist sie,
etwas dreckig, im inneren ungepflegt und die Brühgruppe so fest wie beim Moped ein Kolbenfresser.
Hört auf den Namen Delonghi Magnifica ESAM 300.b

Erst einmal Strom dran und schauen was das Teil macht.

Gut. selbsttest geht bis zur Brühgruppe und geht dann auf Stöhrung.
War ja klar!
Keine Rauchwolken, denn elektrische Geräte werden ja, wie jeder weiß, mit Rauch betrieben! Entweicht dieser, geht das teil nimmer... gnihihi...

Pfützen gibt es auch nicht und die Sicherung ist auch noch drinn.
Eine gute Basis.

Natürlich liegt eine Ersatzbrühgruppe bereits bereit.
Aber erst das Gerät grundreinigen von den Spuren der vergangenen Jahre.
Alles zerlegt, neu abgedichtet und nebenher gereinigt.
Zeitweise sah die Küche aus wie meine Werkstatt die  auch Messikabinett genannt wird.
Von Arbeitsfläche wenig zu erkennen, Chaos wohin man blickt und es würde wohl kein normaler Mensch da mehr durchblicken.
Aber ICH, ja! Ich kann das!!!

Das muss man sich nur genug einreden, dann glaubt man das auch selber!
Schaut selbst:

Die Maschine ist "gestrippt" und offenbart ihr innerstes.


Ein kompletter Vormittag war verstrichen, bis sich die erste Tasse dampfend füllt.

Der Geschmackstest bestätigt den erfolg der ganzen Aktion!!

Da steht nun der Apparat und bereitet zuverlässig Kaffee zu.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Vergaser, Zerknalltreibling und der Dreck

Seid langem kam ich endlich mal wieder zum schrauben.

Mal wieder am Ostmobil.
Die Zündung war in ordnung, und Igor schiebt zuverlässig und ausreichend Elektronren richtung Zündkerze.

Was bisher aber sehr unangenehm aufegefallen ist, dass mal der Teillastbereich ausgefallen ist und mal der Vollastbereich.

Auf längeren Vollgasabschnitten gab es kräftige Aussetzer bis hin zum Stillstand.
Auch den Choke betätigen hatte nicht immer etwas gebracht.

Alles in allem Unbefriedigend.

Alles zurrück auf Anfang und raus mit dem Herrn Vergaser.
Selbiger durfte ein ausgedehntes Wellnessbad im Ultraschallreiniger nehmen, wärend der Spritgockel vom bröseligen verfallsprodukt vom Tank befreit wurde.

Gut, Der gockel ejakuliert wieder im dicken Strahl das Dinosaurierdestilat.

Der Herr Vergaser war nun auch gereinigt, entspannt und aufgehübscht.

Den ganzen Klumbatsch wieder zusammen gewürfelt und auf seinen Arbeitsplatz befördert.

Sprit drauf, Kickstarter getrampelt, hurraaa, das rollende Altmetall gibt bekannte Töne von sich.
Leider fährt es sich nun noch beschissener als vorher. NA TOLL.

Ewig dran rum gebastelt, die Nadel eins tiefer gesetzt, Leerlaufgemisch eingestellt bis die Fingekuppen an Materialverschleiß litten und ab auf die Bahn.

Die aussetzter sind weg, von unten her zieht der Zerknalltreibling etwas schlechter, aber konstant und der Herr Vergaser läuft auch nicht mehr über.

alles in allem ein guter Tag.
nun muss ich nurnoch schauen wo sich Kollege Drehmoment versteckt.
Ich habe ja den verdacht dass er sich mit hilfe von Praktikant Kolbenring  richtung Kurbelgehäuse vorzeitig in die Pause begibt.
Das bleibt aber noch herauszufinden.
Ich werde bei Gelegenheit einfach mal den Praktikanten Kündigen und einen neuen einstellen.